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Swami Vankhandi Maharaj (English below)

Unser Besuch bei Maharaj, ein 106 Jahre alter Heiliger in Indien.

 

Im Frühling 2026 besuchten wir einen Weisen, der in einem Wald-Ashram in den Ausläufern des Himalayas lebt. Von der spirituellen Gemeinschaft Ananda Assisi, die ihn letztes Jahr nach Italien einlud, wird er liebevoll „Heiliger Franziskus Baba“ genannt, da Maharaj eine enorme Liebe zur Natur und zu Tieren hegt.

 

Um seinen Ashram zu erreichen, mussten wir etwa 35 Minuten lang durch einen Wald bergauf wandern, da kein Auto dorthin gelangen kann. Oben angekommen, fanden wir einen Ashram mit lächelnden Devotees (Schülern) und vielen freudig bellenden Hunden vor. Wir mussten unsere Schuhe ausziehen, was für mich etwas unangenehm war, da der Boden für europäische Standards nicht sauber war – aber ich versuchte, mich der Situation hinzugeben.

 

Die Begegnung

Während unseres Besuchs hatten wir die Gelegenheit, bei Maharaj zu sitzen und ihm Fragen zu stellen. Vinod, ein Ashram-Bewohner, der etwas Englisch sprach, diente uns als Übersetzer. Man servierte uns Tee, Obst und Kartoffeln. Maharaj saß auf der Couch in der Sonne, umgeben von ein paar verspielten Hunden. Obwohl er 106 Jahre alt ist, besitzt er die Vitalität und das Aussehen eines Mannes in den Achtzigern.

 

Als ich dort saß und meine Augen schloss, spürte ich eine starke und greifbare, friedliche Energie. Vana fühlte sich in seiner Gegenwart glückselig. Maharaj wirkte an jenem Morgen recht fit; er bewegte sich mit aufrechter Haltung, sprach mit den Leuten, nutzte das Telefon und fütterte die Tiere.

 

Eine andere Welt

Nach Vanas Beobachtung wirkten Maharajas Gesichtsausdruck, sein Tonfall und seine Bewegungen stets gleichbleibend. Es lag eine starke Form von Gleichmut in der Art, wie er sprach und sich bewegte; er ist zwar in dieser Welt, aber es fühlte sich an, als sei er von ihr losgelöst. Sie konnte keinen wirklichen Bezug zu ihm herstellen; es war als ob er in einem anderen Universum existieren würde, das für ihren Verstand schwer zu fassen war. Nachdem sie einen Blick auf sein erhöhtes Bewusstsein erhascht hatte, dachte Vana, dass es ein Buch über ihn geben sollte.

 

Wie erwähnt stellten wir ein paar Fragen. Eine von seinen Antworten berührte uns sehr. Ich fragte ihn, ob seine Stimmung jemals schwanke oder ob er immer in Frieden sei. Er antwortete, dass er über all die Jahre, Monate, Tage und Stunden hinweg derselbe bleibe. Er begegnet allem mit der gleichen tiefen Ruhe; nichts kann seinen inneren Frieden erschüttern. Als Vana nach ihrer Zukunft fragte, schenkte er ihr ein Buch – und zu unserer Freude war es ein Buch über ihn!

 

Ein inspirierendes Geschenk

Wir waren sehr glücklich darüber; es hätte kein besseres Geschenk geben können. Das Buch ist wirklich schön und inspirierend. Es ist auf Amazon erhältlich. Dort kann man einige Seiten lesen, und zusätzlich werde ich hier folgend zwei Seiten aus einem Kapitel teilen, das ich gerne gelesen habe. Ich habe dazu die deutsche KI Übersetzung editiert. Hier nun der Auszug aus dem Kapitel:

 

Auszug aus seinem Buch von dem Kapitel "Wahre Spiritualität" -Seite 280 und 281 

 

Maharaj pflegt eine untrennbare Verbindung, eine Einheit mit allen Lebewesen. Devotees, die im Ashram leben, erzählen wunderbare Geschichten darüber, wie er manchmal eine Ameise mit Zucker aus seiner Hand füttert – mit einer so immensen Liebe, dass sie für jeden, der in diesem Moment zufällig in der Nähe ist, deutlich spürbar ist. Oder wie die gesamte Natur reagiert und frohlockt, wenn Maharaj selbst nach einer kurzen Abwesenheit in den Ashram zurückkehrt: Frösche und Eidechsen kriechen aus ihren Verstecken hervor, um ihn zu begrüßen, und es scheint, als erführen selbst Bäume und Gräser einen energetischen Aufschwung und Inspiration.

 

Vankhandi Maharaj: "Alle Lebewesen auf der Erde – Pflanzen, Tiere, Vögel – befinden sich auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe als der Mensch. Und Menschen können, wenn sie wollen, ihnen allen helfen und Nutzen bringen, da den Menschen als höheres Wesen solche Fähigkeiten verliehen wurden. Menschen besitzen einen Verstand, den sie als Ergebnis einer großen Anzahl von Wiedergeburten erhalten haben.

 

Aber der Mensch steht auch deshalb über allen irdischen Wesen, weil ihm die Fähigkeit gegeben wurde, sich selbst von außen zu betrachten, sich selbst und sein Handeln zu analysieren. Den Menschen wohnt ein freier Wille inne, und wenn sie wollen, können sie die subtilen Kräfte und höheren Energien, die in ihnen verborgen sind, finden und erwecken.

 

Nur der Mensch kann Paramatma (Gott/das Höchste Selbst/die höchste Seele) erkennen und im Prozess der Selbsterkenntnis mit ihr/ihm kommunizieren. Man kann sein Zuhause verlassen und sich in einem Tempel niederlassen, man kann unermüdlich Rituale vollziehen und Gebete sprechen, aber das ist noch keine Spiritualität. Spiritualität entsteht als Ergebnis deiner persönlichen inneren Suche, der Selbsterkenntnis und der Begegnung mit dir selbst.

 

Spiritualität erwacht, wenn ein Mensch in sein Inneres schaut und Wissen direkt vom Atma (dem Selbst/der Seele) empfängt. Und dieses Wissen verleiht ein Verständnis von sich selbst als untrennbarem Teil des Ganzen. Man beginnt, sich selbst als ein Teilchen des liebenden Paramatma zu begreifen und zu sehen, dass ein solches Teilchen in jedem Lebewesen existiert. Ein Gefühl der Einheit mit dieser Welt stellt sich ein – indem du der Welt gibst, gibst du dir selbst.

 

Spiritualität erweckt ein Gefühl einer unzertrennlichen Verbindung, der Einheit mit allem, was existiert, und der Liebe zu allen Lebewesen. Du schenkst Gott deine Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit – und die Antwort kommt zu dir mit einer Gegenwelle aus Liebe und Aufmerksamkeit. Denn im Wesen seid ihr Eins. 

 

Ein Mensch ist im Gegensatz zu einem Tier fähig, eine dermaßen hohe Stufe des Bewusstseins zu erreichen. Tiere können nicht meditieren, aber Menschen können durch die Konzentration des Bewusstseins die Kommunikation mit Paramatma erreichen. Der Allmächtige hat den Menschen eine solche Fähigkeit verliehen. Doch damit einher geht Verantwortung.

 

Die wichtigste dharmische Bestimmung des Menschen ist es, zu lieben und mitfühlend zu sein. Die Fähigkeit, mitzufühlen und Anteilnahme zu zeigen – das ist das menschliche Wesen, das ist Dharma. Stolz/Hochmut, Egozentrik und Egoismus – das ist Sünde (d.h. das „Verfehlen des rechten Weges“ und die daraus resultierende „Trennung von Gott“ - Anmerkung des Übersetzungslektors)

 

Menschen sollten nicht auf andere herabblicken und mit ihrer Position prahlen, denn alles, was sie in diesem Leben haben, wurde ihnen von Gott gegeben. Es scheint den Menschen nur so, als hätten sie durch ihre Arbeit viel erreicht. Nein. Wenn sie etwas erreicht haben, dann nur mit Gottes Hilfe und durch Gottes Gnade.

 

Die Hauptpflicht des Menschen ist es, dem Dharma (seiner Bestimmung bzw. Berufung) zu folgen. Ein Mensch ist ein einzigartiges intelligentes Wesen auf der Erde. Menschen haben zehn Indriyas – fünf Sinnesorgane und fünf Handlungsorgane. Dazu kommt das Antahkarana – Instrumente der Selbstwahrnehmung und internen Informationsverarbeitung: der Verstand, der aus Begehren entsteht, der Intellekt, das Ich-Gefühl und ein vielschichtiges Bewusstsein. Daher haben Menschen große Vorteile.

 

Die meisten Geschöpfe in der Tierwelt haben auch nicht nur annähernd eine solche Anzahl an Indriyas; einige haben nicht mehr als zwei. Tiere und Insekten existierten bereits auf unserer Erde, bevor der Mensch erschien. Sie sind unsere Vorfahren. Die Menschen erschienen als Letztes. Und Gott erhob den Menschen an die Spitze, zeigte ihm die ganze Erde von oben und sagte: „Du bist eine göttliche Persönlichkeit für all diese irdischen Wesen. Deine Pflicht ist es, für sie zu sorgen. Das ist dein Dharma.“

 

Deshalb gab Gott den Menschen so viele Vorteile – Indriyas, Intelligenz, Weisheit, Viveka (Unterscheidungskraft). Menschen sollten verstehen, dass es einfach die Natur einer Ameise oder eines Moskitos ist, wenn sie einen beißen. Sie können sich selbst kein Roti (indisches Fladenbrot), keine Erbsen oder Reis zubereiten. Nun, sie werden ein wenig Blut trinken – das ist nicht schlimm. Sei verständnisvoll. Zerquetsche sie nicht, werde nicht wütend..."

 

Russische Schüler

Interessanterweise hat Maharaj die größte ausländische Anhängerschaft in Russland. Sie scheinen dort sehr aktiv zu sein. Z.B. wurde er bereits etliche Male nach Russland eingeladen. Nachfolgend zu sehen eine Fotoserie mit Maharaj und seinen russischen Schülern.

Besuch in Europa und Schlussgedanken

Maharaj ist dieses Jahr auch nach Ananda Assisi eingeladen worden. Es gäbe dort die Möglichkeit die Satsangs zu besuchen, in der Präsenz von Maharaj zu meditieren und eine gute Übersetzung zu genießen. Wir sind jedenfalls dankbar und beseelt, diesen demütigen und gütigen Weisen aus den Wäldern Indiens kennengelernt zu haben, und freuen uns nun darauf, sein Buch weiterzulesen.

 

Geschrieben von Stefan mit Inspirationen von Vana

 

Our Visit to Maharaj, a 106 Year Old Saint in India

In spring 2026 we visited a sage who lives in a forest Ashram in the Himalayan outskirts. He is lovingly called "Saint Francis Baba" by the spiritual community Ananda Assisi, who invited him to Italy last year, because Maharaj has enormous love for nature and animals. 

 

In order to reach the Ashram we had to hike up through a forest for about 35 minutes, because no car can reach there. When we reached the top we found an Ashram with smiling devotees and many joyfully barking dogs. We had to take off our shoes and it was somewhat uncomfortable for me as the floor was unclean for European standards, but I tried to surrender.

 

The Meeting

During our visit we got the chance to sit with Maharaj and ask him questions. Vinod, a devotee who spoke some English served us as translator. We were served tea, fruits and potatoes. Maharaji was sitting on the couch in the sun with a few playful dogs beside him. Although he is 106 years old, he possesses the vitality and appearance of a man in his eighties.

 

As I set there and closed my eyes I felt a strong and tangible peaceful energy. Vana felt blissful in his presence. Maharaj seemed quite fit that morning, moving with an erect spine, talking to people, using the phone, and feeding the animals.

 

Another World

From Vana's observation, Maharaji's facial expressions, tone, and movements all seemed unchanging. There was a strong sense of dispassion in the way he spoke and moved; he is in this world, yet it felt as though he were separated from it. She couldn’t quite relate to him; it was as he existed in a different universe, one difficult for our mind to grasp. After glimpsing his heightened consciousness, Vana thought that there should be a book about him.

 

As mentioned we did ask a few questions. One of Maharaji’s answers touched us deeply. I asked him if his mood ever fluctuates or if he is always at peace. He answered that through all the years, months, days, and hours, he remains the same. He encounters everything with a profound equanimity; nothing can disturb his inner peace. When Vana asked about her future, he gifted her a book—and to our joy, it was a book about him!

 

An Inspiring Gift

We were delighted; there could be no better gift. 

 

The book is really beautiful and inspiring. After searching his book online I found it is available on amazon. There you can read some pages and additionally I am going to share two pages here from a chapter I found very enjoyable to read.

 

Russian Devotees

Interestingly, Maharaj has his largest foreign following in Russia. They seem to be very active there. For instance, he has been invited to Russia numerous times. Below is a series of photos featuring Maharaj and his Russian devotees.

 

 

Visit to Europe and Concluding Thoughts

Maharaj has also been invited to Ananda Assisi this year. We feel an impulse to attend the satsangs there to benefit from a good translation and, of course, for the chance to meditate in his presence once more. We are grateful and feel uplifted to have come to know this humble and kind sage from the forests of India and are now looking forward to continuing to read his book.

 

Written by Stefan with inspirations by Vana

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